Erfolg und Anerkennung beim Beratungssingen des Solmser Sängerbundes

Mit der Teilnahme am Beratungssingen des Solmser Sängerbundes hatten sowohl der Traditionschor als auch VocalSound die Gelegenheit neu erarbeitete Stücke vor dem professionellen Juror Herrn Jan Hoffmann darzubieten. Aufregung und Freude waren groß, denn die letzte Teilnahme lag bereits länger zurück. Wie würde beiden Chören die Rückkehr nach der langen Pandemiepause gelingen? Reichte die Probenarbeit auch für sehr feine Ohren aus? Saßen Töne und Outfit noch?

Der Traditionschor legte bereits zu Beginn die Messlatte entsprechend hoch mit dem Werk „Die Gedanken sind frei“ von Dieter Frommelt. Es war anzumerken, dass Freude und viel detaillierte Probenarbeit in der Darbietung steckte. Daher erntete der Chor das verdiente Lob für das gute Aufeinanderhören. Herr Hoffmann stellte fest, dass alle Antennen untereinander fein justiert sind und das gemeinsame Klangbild überzeugt. Kleine Soloparts wechselten mit anspruchsvollen Partien gemeinsamen Gesangs, wobei viel Wert auf Rhythmus und Dynamik gelegt wurde. Das zweite Stück „Der Narr im Mondenschein“ von Robert Schumann fügte sich in dieses Gesamtbild ein. Chorleiter Hubert Kleinmichel sowie der gesamte Chor gingen sicherlich ein paar Zentimeter größer von der Bühne. Insgesamt ein sehr gelungener Auftritt, der deutlich zeigte, dass das Singen auch nach längerer Pause Freude macht. Das Zuhören ebenso.

Danach betrat VocalSound als letzter Chor die Bühne im Bürgerhaus Münchholzhausen. Das letzte größere Konzert lag länger zurück. Einige Veränderungen im Chor waren noch frisch. So erschien der verstärkte Kader mit einigen neuen Sängerinnen zur Aufführung von „Can you feel the love tonight“ von Mac Huff aus dem „König der Löwen“ und „The Wellerman“ von Bernd Stallmann vor dem Juror. Brenda Liesen übernahm die Sopransoloparts im ersten Stück und harmonierte gut mit dem Gesamtchor. Die gelungene Interpretation des „Wellerman“ überraschte den Chor wahrscheinlich selbst, denn an diesem Stück biß man sich seit einigen Wochen vor allen Dingen textlich die Zähne aus. Viele Sängerinnen und Sänger übten beim Spazieren und Staubsaugen Englisch. Es hat sich gelohnt. Das Meer tobte, der Wal kämpfte, doch Rum und Tee kamen bei uns leider nie an.

Danach gab es auf Jurorenseite genug Zeit zum Notieren, da aufgrund einiger Absagen kein weiterer Chor folgte. Einige fühlten sich sicherlich wie bei der letzten mündlichen Prüfung. Schweigen im Saale…dann die Hausaufgaben: Intonation, weniger „formal“ singen eher „emotional“. Damit können wir umgehen. Dirigent Markus Schopf ist sich sicher, dass wir ebenfalls „Antennen“ ausfahren können und aufeinander abgestimmt wie die Zugvögel im Flug unsere Vorträge harmonisch miteinander gestalten können. Beide Chöre danken Herrn Hoffmann für die konstruktive Kritik und die wertvollen Tipps zur Weiterentwicklung.


 
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